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Krebs im Kindesalter

Heute Hoffnung auf Heilung

Jährlich erkranken in der Bundesrepublik etwa 2000 Kinder und Jugendliche neu an Leukämie oder bösartigen Tumoren. Früher starb fast jedes Kind an dieser heimtückischen Krankheit. Dank der enormen Fortschritte in der Medizin können wir heute davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte der erkrankten Kinder erfolgreich behandelt werden kann. Bei manchen Krebsarten können sogar schon 70-80 % der Kinder nach fünfjähriger Remissionszeit als geheilt angesehen werden. Aber auch dann werden die Kinder und Jugendlichen weiter von uns betreut.

 

Entstehung und Behandlung

Die Krankheit kann plötzlich und meist ohne vorherige Warnzeichen auftreten. Betroffen sind alle Altersgruppen, Jungen genauso häufig wie Mädchen. Durch bisher noch unbekannte Einwirkungen kann es zu einer ungesteuerten Vermehrung krankhafter Zellen kommen, die die normalen Funktionen des Körpers hemmen und – unbehandelt – zum Tode führen würden. Doch anders als im Erwachsenenalter sind Krebserkrankungen im Kindesalter erheblich erfolgreicher zu behandeln. Allerdings müssen die Kinder hierfür einen sehr hohen Preis bezahlen. Die hochdosierten Chemotherapien und Bestrahlungen erfordern es, dass diese wegen der zahlreichen Nebenwirkungen und möglichen schweren Komplikationen nur in eigens dafür ausgerüsteten Kliniken mit geschultem Personal durchgeführt werden können. Dafür müssen die Familien oft lange Anfahrtswege  in Kauf nehmen. Die Kinder aus dem Odenwald werden vorwiegend in Heidelberg behandelt.
Die häufigen und oftmals langwierigen Krankenhausaufenthalte, die Trennung von den Familien und die Unsicherheit während der anstrengenden und aggressiven Behandlung bedeuten für alle Familienmitglieder eine außerordentlich hohe psychische Belastung, die nur mit gezielter Hilfe bewältigt werden kann.